Treffen in Berlin im UKB

Es war mein erstes direktes Treffen mit Phoenix-Mitgliedern. Am 06. Mai 2006, Samstag, um 14.00 Uhr haben wir uns beim Eingang vom Unfall-Krankenhaus Berlin (UKB) getroffen. Das UKB hat uns freundlicherweise einen Raum mit Getränken und Kuchen zur Verfügung gestellt und wir konnten uns fast vier Stunden miteinander unterhalten.

Zwei Ehepaare, fünf Unfallbetroffene, drei Angehörige, darunter Frau Ilse Koch und Herr Alexander Groth, insgesamt 8 Personen waren dabei. Mit dem mathematischen Mysterium lasse ich Sie allein.

Fünf haben schon mal an so einem Treffen teilgenommen, acht minus fünf – also drei waren neu. Daher waren die Gesprächspartner für fünf mehr oder minder bekannt, für drei kamen sie zum ersten Mal. Nun haben wir uns am Anfang kurz vorgestellt.

Nach der Vorstellungsphase sprachen wir über dies und das querdurch. Zum Beispiel, dass es die nahestehenden Familienangehörigen in anderer Art aber auch schwer trifft. Sie können auch aus der Bahn geworfen werden, oder dass ein Schuldgefühl sie lange Zeit belastet.

Informationsmangel und Orientierungslosigkeit nach der Krankenhausentlassung, Verwirrung von einem selbst und den Mitmenschen, der Prozess, bis man für sich einen passenden Weg findet, unterschiedliches Sich-damit-Abfinden je nach Alter, kulturell unterschiedliche Akzeptanz durch die Mitmenschen, waren einige von den Themen.

Ich selbst brauche keine ständige Unterstützung. Meine Heilung verläuft besser, als meine uralten Kenntnisse und die Erfahrungen einiger Bekannte von den 60er, 70er und 80er Jahren es erwarten lassen. Mich überrascht gelegentlich ein Schreck oder Angst unverhofft. Davon hatte ich keine Ahnung. Dabei ist es beruhigend, wenn man weiß, dass man mal irgendwo anrufen kann oder ein „Diese Leute können mich verstehen“-Gefühl hat.

Ohne mir dessen bewusst zu werden, habe ich eine ruhige Kriese gehabt. Als ich ein witziges Gespräch zwischen Frau Koch und Herrn Heinz Haberlandt gehört hatte, habe ich plötzlich gelacht. So ein heiteres Lachen hatte ich längere Zeit vergessen. Allein deswegen hat es sich gelohnt, an dem Treffen teilzunehmen. Vielen Dank.

Sumako

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