Prima helfende Hände

Es ist genauso einfach wie ein Pflaster aufkleben, nur das gerade kein Notfall versorgt werden muss: Den Aufkleber vom Bogen abziehen und auf dem Werbeflyer des Vereins Phoenix Deutschland platzieren. Fertig! Und schon kann der nächste Flyer in Angriff genommen werden. Die Kinder und Jugendlichen des Jugendrotkreuzes im Amt Neuhaus haben Spaß an ihrer Aufgabe, die bereits in einer guten halben Stunde komplett erledigt ist: 500 Flyer des Vereins „Phoenix Deutschland – Hilfe für Brandverletzte“ werden mit einem kleinen Aufkleber versehen, der die wichtigsten Informationen zum neuen Chat des Vereins im Internet enthält. Die aktualisierten Broschüren sollen dann an alle Krankenhäuser mit Stationen für Brandverletzte verschickt werden, um Betroffene und ihre Angehörigen, aber auch Ärzte und Klinikpersonal über das neue Angebot zu informieren.

„Ich kann mit meinen Händen so etwas schlecht machen. 500 Aufkleber würden bei mir sehr lange dauern“, bedauert Phoenix-Vorsitzende Ilse Koch. Doch ein Anruf bei Katharina Reibe, Chefin des Jugendrotkreuzes im Amt Neuhaus, bringt schnelle Unterstützung: „Na klar, wir machen das! Kommt mal vorbei.“ Auch Sabine Best von DRK, die an diesem Nachmittag die Gruppenstunde im Haarer Feuerwehrhaus leitet, freut sich über den Besuch von Ilse Koch. Für alle ist es selbstredend, Ilse Koch zu helfen. Zwischen 8 und 18 Jahren sind die Mitglieder des Jugendrotkreuzes alt, die Älteren sind bereits bei vielen Einsätzen der DRK-Bereitschaft dabei, die Kleinen lernen spielerisch Erste Hilfe und Gemeinschaftssinn. „Hilfsbereitschaft ist doch einer unserer Grundsätze beim DRK“, bestätigt Laura, die seit einigen Jahren beim Jugendrotkreuz aktiv ist.

Das Jugendrotkreuz Amt Neuhaus unterstützt den Verein Phoenix Deutschland.
„Wir helfen gerne. Das ist für doch eine Selbstverständlichkeit.“

Der Besuch von Ilse Koch ist der erste Kontakt mit einer Brandverletzten, interessiert hört sich der Nachwuchs ihre Geschichte an, schließlich könnte sein Engagement für das DRK einmal dazu führen, dass sie Opfern eines Brandes helfen können. „Ich habe extra nicht viele Details erzählt, um die kleinen Mädchen nicht zu erschrecken“, sagt Ilse Koch im Anschluss. Doch dass Feuer sehr gefährlich werden kann, ist gerade bei den jungen Mitgliedern angekommen. Auch dass man in den Kliniken, an die die Flyer geschickt werden, Brandverletzten mit Hauttransplantationen helfen kann, wissen die 8-jährigen Nina und Fenja bereits. „Das war wirklich gut, einen Besuch beim Jugendrotkreuz zu machen“, freut sich Ilse Koch, „Nicht nur wegen der Flyer, vor allem, um sich mal mit den vielen jungen Leuten zu treffen, die anderen Menschen ganz selbstlos helfen wollen. Das ist schön und tut wirklich gut.“

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